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	<title>Kommentare zu: Mediokratie.  Die Kolonisierung der Politik durch die Medien.</title>
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		<title>Von: Anonymous</title>
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		<dc:creator>Anonymous</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Feb 2010 04:24:35 +0000</pubDate>
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		<description>T.  Meyer beschäftigt sich in seinem Buch &quot;Mediokratie&quot; mit der zunehmenden Beeinflussung der Politik durch die Medien und die möglichen und realen Folgen für unsere Demokratie.  Der Autor erläutert zunächst die Grundstrukturen und -begriffe, die das politische Handeln ausmachen, z. B.  die Bedeutung der Kommunikation in der Demokratie und die Funktion der Parteien oder intermediärer Organisationen.  Darüber hinaus wird aber auch der Faktor Zeit erwähnt, der in der Abfolge politischer Entscheidungsfindung ein wesentliches Moment darstellt.  So benötigt die Aufarbeitung komplexer Themen (z. B.  die Zukunft der Rentenversicherung) einen u. U.  langdauernden diskursiven Prozeß, bevor eine abschließende Beurteilung stattfinden kann.  Dieser politischen Zeit steht die mediale Produktionszeit gegenüber.  Hier hat Schnelligkeit die erste Priorität, und an einem jahrelangen Beobachten irgendwelcher politischen Prozesse besteht kein Interesse.  Themen sind dann medienwirksam, wenn sie keine wesentlichen Vorkenntnisse voraussetzen, einen kurzen Zeitraum andauern, bekannte Personen sowie deren Erfolge oder Misserfolge betreffen und unterhaltsam an den Rezipienten gebracht werden können.  Um sich Gehör zu verschaffen, übernimmt die Politik diese Regeln, in dem sie Politiker inszeniert und sich selbst theatralisiert, wofür Meyer mehrere Beispiele aus dem politischen Alltag benennt.  Folgen dieser Selbst-Mediatisierung sind beispielsweise eine Entwicklung von Sach- zu Personenentscheidung sowie eine Marginalisierung der Parteien, was schlussendlich in einer Degradierung der repräsentativen Demokratie mündet.  Meyer sieht jedoch keine Veranlassung zu einer generellen Medienkritik, er zeigt vielmehr  Möglichkeiten auf, wie die Gesetze der Medien und der Politik in gegenseitigem Respekt nebeneinander bestehen können (&quot;Angemessenheit&quot;), um z. B.  Sendungen zu produzieren, die trotz Inszenierung thematischen und inhaltlichen Tiefgang besitzen.  Meyer lässt an dieser Stelle nicht unerwähnt, dass auch eine Verantwortung durch den Konsumenten der Medien, also uns alle, besteht, die Qualität der Berichterstattung zu verbessern.    Meyer hat mit der &quot;Mediokratie&quot; ein ebenso informtaives wie wichtiges und hochaktuelles (Wahljahr 2002) Buch geschrieben, das auch für den in soziologischer oder politikwissenschaftlicher Semantik nicht Beheimateten gut zu lesen ist.  Fazit: Empfehlenswert !
Bewertung: 5 / 5</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>T.  Meyer beschäftigt sich in seinem Buch &#8220;Mediokratie&#8221; mit der zunehmenden Beeinflussung der Taktik gar die Medien und die möglichen und realen Gehorchen für unsere Parlamentarismus.  Der Autor erläutert zunächst die Grundstrukturen und -begriffe, die das politische Handeln ausmachen, z. B.  die F&uuml;llung der Verst&auml;ndigung in der Parlamentarismus und die Funktion der Parteien anderenfalls intermediärer Organisationen.  Darüber anschlie&szlig;end au&szlig;en wird dabei auch der Faktor Uhrzeit erwähnt, der in der Abfolge politischer Entscheidungsfindung ein wesentliches Moment darstellt.  So benötigt die Aufarbeitung komplexer Themen (z. B.  die Zukunft der Rentenversicherung) einigen u. U.  langdauernden diskursiven Prozeß, bevor eine abschließende Beurteilung stattfinden kann.  der da politischen Uhrzeit steht die mediale Produktionszeit circaüber.  An diesem Ort hat Schnelligkeit die optimal Priorität, und an einem jahrelangen Beobachten irgendwelcher politischen Prozesse besteht kein Interesse.  Themen sind danach medienwirksam, sobald sie keine wesentlichen Vorkenntnisse voraussetzen, einigen kurzen Zeitlicher Abstand andauern, Bekanntschaften Personen wie auch deren Erfolge anderenfalls Misserfolge betreffen und unterhaltsam an den Rezipienten gebracht entwickeln können.  Um sich Gehör zu verschaffen, übernimmt die Taktik von dieser Art Regeln, in dem sie Politiker inszeniert und sich selbst theatralisiert, wofür Meyer mannigfach Beispiele aus dem politischen Alltag benennt.  Gehorchen dieser eigenh&auml;ndig-Mediatisierung sind beispielsweise eine Wachstum von Sach- zu Personenentscheidung wie auch eine Marginalisierung der Parteien, was schlussendlich in irgendwer Degradierung der repräsentativen Parlamentarismus mündet.  Meyer sieht dabei keine Veranlassung zu irgendwer generellen Medienkritik, er zeigt eher  Möglichkeiten auf, wie die Gesetze der Medien und der Taktik in gegenseitigem Respekt nebeneinander bestehen können (&#8220;Angemessenheit&#8221;), um z. B.  Sendungen zu anfertigen, die trotz Inszenierung thematischen und inhaltlichen Tiefgang existieren Eigen nennen.  Meyer lässt an dieser Ort keineswegs unerwähnt, dass auch eine Verantwortung gar den Konsumenten der Medien, aus dieser Richtung uns alle, besteht, die Qualität der Berichterstattung zu verbessern.    Meyer hat mit der &#8220;Mediokratie&#8221; ein ebenso informtaives wie wichtiges und hochaktuelles (Wahljahr 2002) Buch geschrieben, das auch für den in soziologischer anderenfalls politikwissenschaftlicher Semantik keineswegs Beheimateten gut zu durchlesen ist.  Fazit: Empfehlenswert !<br />
Wertung: 5 / 5</p>
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