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	<title>Kommentare zu: Die neuen Kriege</title>
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	<description>GeschichtsbÃ¼cher &#38; Schulliteratur</description>
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		<title>Von: Vigoleis</title>
		<link>http://www.geschichtsbuch.org/die-neuen-kriege/comment-page-1/#comment-212</link>
		<dc:creator>Vigoleis</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Apr 2010 16:41:31 +0000</pubDate>
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		<description>Heribert MÃ¼nkler hat in seinem Buch eine Analyse, aber gleichzeitig eine Zukunftsvorhersage fÃ¼r kÃ¼nftige KriegsfÃ¼hrung gewagt.  Im Mittelpunkt seiner Studie steht der Begriff des &quot;asymmetrischen Krieges&quot;.  Kriege werden von staatlichen Strukturen abgekoppelt, ihre FÃ¼hrer bilden eine autonome militÃ¤rische und finanzielle Struktur aus, die schlieÃŸlich sich selbst tragende kriegerische Aktionen mit primitiven Mitteln gegen staatliche Strukturen generieren.  MÃ¼nkler vergleicht das mit den Kriegen in Europa bis zum WestfÃ¤lischen Frieden und der allmÃ¤hlichen  Herausbildung des Nationalstaats.  Doch ist der Vergleich des fÃ¼r rasches Arbeiten bekannten Berliner Professors nicht all zu schematisch ausgefÃ¼hrt?Geschichte wiederholt sich nicht, sondern variert  bestimmte Muster immer wieder neu.  MÃ¼nkler verdeckt durch seinen Vergleich mit den sich selbst am Leben haltenden Kriegen (z. B.  30-jÃ¤hriger Krieg) die ganz unterschiedlichen Motivationen und Ursachen der gegenwÃ¤rtigen Kriege oder kriegsÃ¤hnlichen Auseinandersetzungen.  Entfernt vergleichbar mit dem 30-JÃ¤hrigen sind die Kriege in Afrika, Lateinamerika und auf dem Balkan, bei dem unterschiedliche Gruppen und (meist an europÃ¤ischen oder US-amerikansichen UniversitÃ¤ten ausgebildete) Eliten politische und/oder wirtschaftliche Interessen der Industrie-Nationen nutzen, um ihren eigenen Machtbereich zu sichern.  Das wiederum wird von den westlichen Industrie-Nationen ausgenutzt, um sich z. B.  den Zugriff auf Rohstoffe zu sichern.  Ã„hnlich, aber eher politisch motiviert haben die USA in Afghanistan den islamischen Widerstand im Kalten Krieg gegen die Sowjetunion gefÃ¶rdert, mit der Folge, einen &quot;asymmetrischen Krieg&quot; erzeugt zu haben: Warlords, die jetzt nur noch ihre PfrÃ¼nde sicher wollen.  Leider lieÃŸen sich gerade in der jÃ¼ngeren Geschichte dieser groÃŸen demokratischen Nation etliche Ã¤hnliche Beispiele finden. Zudem ist asymmetrische KriegsfÃ¼hrung nach dem 17.  Jhd.  nicht verschwunden, sondern nur in die nichteuropÃ¤ischen Territorien verlegt worden.  In Nordamerika, Afrika, Asien fanden seit Einbruch der EuropÃ¤er immer asymmetrische Kriege statt, bis heute.  Damit sind die asymmetrische Kriege von heute nichts Neues, sondern stehen in einer langen und schlimmen Tradition.  Diesen Aspekt Ã¼bersieht MÃ¼nkler vollstÃ¤ndig. Dem gegenÃ¼ber handelt es sich beim so genannten internationalen  Terrorismus um gar keinen Krieg, sondern um ein wie auch immer motiviertes Verbrechen, das mit polizeilichen und rechtsstaatlichen Mitteln zu bekÃ¤mpfen ist.  Terroristen operieren dem enstprechend auch nicht wie eine marodierende Horde von SÃ¶ldnern (welchen Jahrhunderts auch immer), sondern hoch konspirativ.  Also: keine asymmetrischen Krieg. Indem MÃ¼nkler hier zwei (oder mehr) deutlich sich unterscheidende Szenarien und Genres vermischt, trifft er den Punkt nicht.  Statt dessen macht er sich eher unfreiwillig die derzeitige Kriegsrhetorik der US-amerikanischen und britischen Regierung zu eigen.  Bei MÃ¼nkler erscheint Geschichte wie ein handelndes Subjekt.  Damit ist in seiner Sicht der Weg in ein asymmetrisches Kriegschaos alternativlos.  Ihm entgeht dabei jedoch, dass Menschen Geschichte machen und menschliches Handeln niemals alternativlos ist.  Z. B. : Gegen frei sich im Umlauf befindliche Waffen kÃ¶nnen in erster Linie die Produzenten derselben etwas tun.  Es sind vor allem Staaten des Westens, die Waffen produzieren und in Umlauf bringen (Lieblingswaffe vieler afrikanischer Milizen ist das deutsche G7-Gewehr). Allgemeiner ausgedrÃ¼ckt: MÃ¼nkler Ã¼bersieht, dass der vermeintlich humane Westen nicht einfach vor das Problem asymmetrischer Kriege gestellt wurde, sondern dieses Problem fahrlÃ¤ssig oder absichtlich erzeugt hat.  Aus dieser Erkenntnis wÃ¼rde folgen, dass der Westen aber auch die MÃ¶glichkeit hat, politische Alternativen zu entwickeln, die jedoch keinesfalls in der Destruktion des VÃ¶lkerrechts liegen dÃ¼rfen.  Diese Verantwortung zu beschreiben hÃ¤tte Teil der politischen Analyse sein mÃ¼ssen. 
Bewertung: 2 / 5</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Heribert MÃ¼nkler hat in seinem Buch eine Auswertung, dabei gleichzeitig eine Zukunftsvorhersage fÃ¼r kÃ¼nftige KriegsfÃ¼hrung gewagt.  Im Mitte seiner Studie steht der Ausdruck des &#8220;asymmetrischen Krieges&#8221;.  Kriege entwickeln von staatlichen Strukturen abgekoppelt, ihre FÃ¼hrer formen eine autonome militÃ¤rische und finanzielle Struktur aus, die schlieÃŸlich sich selbst tragende kriegerische Aktionen mit primitiven Mitteln circa staatliche Strukturen generieren.  MÃ¼nkler vergleicht das mit den Bekommen in Abendland bis zum WestfÃ¤lischen Frieden und der allmÃ¤hlichen  Herausbildung des Nationalstaats.  Gewiss doch ist der Nebeneinanderstellung des fÃ¼r rasches T&auml;tigkeit leisten bekannten Berliner Professors keineswegs all zu schematisch ausgefÃ¼hrt?Historie wiederholt sich keineswegs, trennen variert  bestimmte Muster allezeit nochmals neu.  MÃ¼nkler verdeckt gar seinen Nebeneinanderstellung mit den sich selbst am Leben haltenden Bekommen (z. B.  30-jÃ¤hriger Krieg) die absolut unterschiedlichen Motivationen und Ursachen der gegenwÃ¤rtigen Kriege anderenfalls kriegsÃ¤hnlichen Auseinandersetzungen.  Entfernt analog mit dem 30-JÃ¤hrigen sind die Kriege in Afrika, Lateinamerika und auf dem Balkan, bei dem unterschiedliche Gruppen und (&uuml;berwiegend an europÃ¤ischen anderenfalls US-amerikansichen UniversitÃ¤ten ausgebildete) Eliten politische und/anderenfalls wirtschaftliche Interessen der Industrie-Nationen nutzen, um ihren eigenen Machtbereich zu sichern.  Das erneut wird von den westlichen Industrie-Nationen ausgenutzt, um sich z. B.  den Zugriff auf Rohstoffe zu sichern.  Ã„hnlich, dabei fr&uuml;her politisch motiviert besitzen die USA in Afghanistan den islamischen Widerstand im Kalten Krieg circa die Sowjetunion gefÃ¶rdert, mit der Sequenz, einigen &#8220;asymmetrischen Krieg&#8221; erzeugt erwerbbar: Warlords, die jetzt nur au&szlig;erdem ihre PfrÃ¼nde sicher wollen.  Leider lieÃŸen sich aktuell in der jÃ¼ngeren Historie dieser groÃŸen demokratischen Reich etliche Ã¤hnliche Beispiele  entdecken. au&szlig;erdem ist asymmetrische KriegsfÃ¼hrung anschlie&szlig;end dem 17.  Jhd.  keineswegs verschwunden, trennen nur in die nichteuropÃ¤ischen Territorien verlegt worden.  In Nordamerika, Afrika, Asien fanden von da an Einbruch der EuropÃ¤er allezeit asymmetrische Kriege statt, bis heutig.  Zu dem Zweck sind die asymmetrische Kriege von heutig nichts Neues, trennen aufgerichtet sein in irgendwer langen und schlimmen Tradition.  Diesen Aspekt Ã¼bersieht MÃ¼nkler vollstÃ¤ndig. Dem circaÃ¼ber handelt es sich beim so genannten internationalen  Terrorismus um gar keinen Krieg, trennen um ein wie auch allezeit motiviertes Straftat, das mit polizeilichen und rechtsstaatlichen Mitteln zu bekÃ¤mpfen ist.  Terroristen operieren dem enstprechend auch keineswegs wie eine marodierende Horde von SÃ¶ldnern (welchen Jahrhunderts auch allezeit), trennen in relativ gro&szlig;er H&ouml;he konspirativ.  Aus dieser Richtung: keine asymmetrischen Krieg. Dadurch dass MÃ¼nkler an diesem Ort alle zwei (anderenfalls h&ouml;her) deutlich sich unterscheidende Szenarien und Genres vermischt, trifft er den Punkt keineswegs.  an Ort von das macht er sich fr&uuml;her unfreiwillig die derzeitige Kriegsrhetorik der US-amerikanischen und britischen Regierung zu eigen.  Bei MÃ¼nkler erscheint Historie wie ein handelndes Subjekt.  Zu dem Zweck ist in seiner Sicht der Weg in ein asymmetrisches Kriegschaos alternativlos.  Ihm entgeht dennoch dabei, dass Menschen In die Annalen eingehen und menschliches Handeln niemals alternativlos ist.  Z. B. : Circa frei sich im Umlauf befindliche Waffen kÃ¶nnen in erster Linie die Produzenten derselben etwas tun.  Es sind vor allem Staaten des Westens, die Waffen anfertigen und in Umlauf bringen (Lieblingswaffe vieler afrikanischer Milizen ist das deutsche G7-Gewehr). Allgemeiner ausgedrÃ¼ckt: MÃ¼nkler Ã¼bersieht, dass der vermeintlich humane Westen keineswegs gewaltig leicht verst&auml;ndlich vor das Schwierigkeit asymmetrischer Kriege geschraubt wurde, trennen dieses Schwierigkeit fahrlÃ¤ssig anderenfalls mutwillig erzeugt hat.  Aus dieser Erkenntnis wÃ¼rde gehorchen, dass der Westen dabei auch die MÃ¶glichkeit hat, politische Alternativen zu zeigen, die dabei keinesfalls in der Destruktion des VÃ¶lkerrechts liegen dÃ¼rfen.  Von dieser Art Verantwortung zu beschreiben hÃ¤tte Einzelheit der politischen Auswertung existieren mÃ¼ssen.<br />
Wertung: 2 / 5</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Anonymous</title>
		<link>http://www.geschichtsbuch.org/die-neuen-kriege/comment-page-1/#comment-211</link>
		<dc:creator>Anonymous</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Apr 2010 15:40:46 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.geschichtsbuch.org/die-neuen-kriege/#comment-211</guid>
		<description>Herfried MÃ¼nkler ist eine sehr gut lesbare Analyse gelungen, warum Kriege auch weiterhin das politische Geschehen prÃ¤gen und in welcher Form sich diese von frÃ¼heren militÃ¤rischen Auseinandersetzungen unterscheiden.  Seine Schlussfolgerungen sind durchweg einleuchtend und erklÃ¤ren, weshalb ein friedliches ?Ende der Geschichte? noch in weiter Ferne liegt. 
Bewertung: 5 / 5</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Herfried MÃ¼nkler ist eine gewaltig gut lesbare Auswertung gelungen, warum Kriege auch weiterhin das politische Geschehen prÃ¤gen und in welcher Design sich von dieser Art von frÃ¼heren militÃ¤rischen Auseinandersetzungen auseinander halten.  Besitz Schlussfolgerungen sind allgemein einleuchtend und erklÃ¤ren, weshalb ein friedliches ?Abschluss der Historie? au&szlig;erdem in zus&auml;tzlich Ferne liegt.<br />
Wertung: 5 / 5</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Anonymous</title>
		<link>http://www.geschichtsbuch.org/die-neuen-kriege/comment-page-1/#comment-210</link>
		<dc:creator>Anonymous</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Apr 2010 15:29:34 +0000</pubDate>
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		<description>wer verstehen will, was die krieger in ruandamit tschetschenischen freischÃ¤rlern und denserbischen tschetniks verbindet, wer abstandvon der unseeligen renaissance der religiÃ¶s-kulturellen schwarz-malerei und Ã¼berinterpretationsucht und wer dem meist durch verschwÃ¶rungstheorien verstellten konnex des terrors mit der globalisierten Ã¶konomie nachspÃ¼ren will, dem sei dieses werk empfohlen. 
Bewertung: 5 / 5</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>wer verstehen will, was die krieger in ruandamit tschetschenischen freischÃ¤rlern und denserbischen tschetniks verbindet, wer abstandvon der unseeligen renaissance der religiÃ¶s-kulturellen schwarz-malerei und Ã¼berinterpretationsucht und wer dem &uuml;berwiegend gar verschwÃ¶rungstheorien verstellten konnex des terrors mit der globalisierten Ã¶konomie nachspÃ¼ren will, dem sei dieses werk empfohlen.<br />
Wertung: 5 / 5</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: FrizzText</title>
		<link>http://www.geschichtsbuch.org/die-neuen-kriege/comment-page-1/#comment-209</link>
		<dc:creator>FrizzText</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Apr 2010 14:55:41 +0000</pubDate>
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		<description>Das Buch von Herfried Muenkler ist nicht nur deshalb so faszinierend, weil es detailliert Auskunft gibt ueber unsere Zukunft beim unumgaenglichen Zusammenleben mit dem allgegenwaertigen internationalen Terrorismus, sondern es ist auch deshalb so interessant, weil es mit nur wenig Muehe moeglich ist, das von ihm entwickelte Begriffsrepertoire auf unsere Bundesrepublik Deutschland anzuwenden: denn nicht nur ist Hamburg nachweislich der logistische Ruhe- und hoehnische Startpunkt der Attentatsflieger auf das World Trade-Center, sondern es draengt sich beim Lesen seines Buches die Erkenntnis auf, dass wir es hier nicht nur mit teil-soziologischen, sondern leider wohl auch mit anthropologischen Grundkonstanten zu tun haben, die sich nun mal nicht nur in den entferntesten Ecken unseres Erdballs zutragen, sondern natuerlich auch mitten unter uns.  Schliesslich sind schon des oefteren deutsche Politiker in das Zwielicht geraten, aus arabischen Laendern hohe Provisionszahlungen fuer Waffenlieferungen zusammengerafft zu haben, - und meist endet das nicht final in der Badewanne, sondern in frechen Gegenangriffen und Spurenbeseitigungen.  Selbst wenn man auf unsere Schulhoefe blickt, muss man Muenkler recht geben, der sagt, dass eine gewisse phallische Selbstdarstellungssucht Jugendlicher eine wesentliche Motivationskraft dieser Altersgruppe darstellt: In zerfallenden Staaten bewirkt dies den enormen Zufluss jugendlicher, marodierender Soeldner, die sich neben der taeglichen Vergewaltigung durch Rauben und Pluendern auch noch mindestens soviel Luxus beschaffen, dass sie im beliebten Pick-Up-Car mit Sonnenbrille und Maschinengewehr vor internationalen Kameras postieren koennen.  Man sieht, wie wichtig es ist, nicht blind solchen Motivationslagen gegenueber zu bleiben.  Was den von Muenkler wie von Huntington benutzten Begriff der &quot;Bruchlinien&quot; zwischen religioesen Bloecken betrifft: fuer den an diesen Nahtstellen ueblichen lebhaften  Waffenhandel ist Deutschland immer wieder nicht nur versuchsweise instrumentalisiert worden.  Erhoehte Wachsamkeit ist geboten: in Bezug auf alle, die sich auf diesen Schienen privat bereichern, die zugunsten einer der Parteien oeffentlich argumentieren oder auch voellig heimlich herumschleichend an der Eskalation per Handy und Flugbuchung intensiv und zielgenau arbeiten - zum Hohn einer verschlafenen, erschreckend gestrigen Justiz.  Muenklers Buch liefert also nicht nur den Einblick in fremde Welten, sondern - etwas Kreativitaet beim Leser vorausgesetzt - auch einen neuen Verstehenshorizont fuer unsere eigene, scheinbar heile Puppenstuben-Umwelt. 
Bewertung: 5 / 5</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das Buch von Herfried Muenkler ist keineswegs nur deshalb so faszinierend, da es detailliert Auskunft gibt ueber unsere Zukunft beim unumgaenglichen Gemeinsam leben mit dem allgegenwaertigen internationalen Terrorismus, trennen es ist auch deshalb so interessant, da es mit nur belanglos Muehe moeglich ist, das von ihm entwickelte Begriffsrepertoire auf unsere Bundesrepublik Deutschland anzuwenden: da keineswegs nur ist Hamburg nachweislich der logistische Ruhe- und hoehnische Startpunkt der Attentatsflieger auf das World Trade-Center, trennen es draengt sich beim Durchlesen seines Buches die Erkenntnis auf, dass wir es an diesem Ort keineswegs nur mit teil-soziologischen, trennen leider wohl auch mit anthropologischen Grundkonstanten zu tun besitzen, die sich nun mal keineswegs nur in den entferntesten Ecken unseres Erdballs zutragen, trennen natuerlich auch mitten abw&auml;rts uns.  Schliesslich sind fr&uuml;her als gedacht des oefteren deutsche Politiker in das Zwielicht geraten, aus arabischen Laendern hohe Provisionszahlungen fuer Waffenlieferungen zusammengerafft erwerbbar, &#8211; und &uuml;berwiegend endet das keineswegs final in der Badewanne, trennen in frechen Gegenangriffen und Spurenbeseitigungen.  eigenh&auml;ndig sobald man auf unsere Schulhoefe blickt, muss man Muenkler recht hergeben, der sagt, dass eine gewisse phallische Selbstdarstellungssucht Adoleszent eine wesentliche Motivationskraft dieser Altersgruppe darstellt: In zerfallenden Staaten bewirkt besagt den enormen Zufluss Adoleszent, marodierender Soeldner, die sich nah der taeglichen Vergewaltigung gar Rauben und Pluendern auch au&szlig;erdem als wenigstes soviel Luxus vermitteln, dass sie im beliebten Pick-Up-Car mit Sonnenbrille und Maschinengewehr vor internationalen Kameras postieren koennen.  Man sieht, wie wichtig es ist, keineswegs blind solchen Motivationslagen gegenueber zu bleiben.  Was den von Muenkler wie von Huntington benutzten Ausdruck der &#8220;Bruchlinien&#8221; inmitten religioesen Bloecken betrifft: fuer den an diesen Nahtstellen ueblichen lebhaften  Waffenhandel ist Deutschland allezeit nochmals keineswegs nur versuchsweise instrumentalisiert worden.  Erhoehte Wachsamkeit ist geboten: in &szlig;œberbezug auf alle, die sich auf diesen Schienen privat bereichern, die zugunsten irgendwer der Parteien oeffentlich argumentieren anderenfalls auch voellig heimlich herumschleichend an der Eskalation per Handy und Flugbuchung intensiv und zielgenau arbeiten &#8211; zum Hohn irgendwer verschlafenen, erschreckend gestrigen Justiz.  Muenklers Buch liefert aus dieser Richtung keineswegs nur den Einblick in fremde Welten, trennen &#8211; etwas Kreativitaet beim Leser vorausgesetzt &#8211; auch einigen neuen Verstehenshorizont fuer unsere eigene, scheinbar heile Puppenstuben-Umwelt.<br />
Wertung: 5 / 5</p>
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	<item>
		<title>Von: Vigoleis</title>
		<link>http://www.geschichtsbuch.org/die-neuen-kriege/comment-page-1/#comment-208</link>
		<dc:creator>Vigoleis</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Apr 2010 12:57:09 +0000</pubDate>
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		<description>Heribert MÃ¼nkler hat in seinem Buch eine Analyse, aber gleichzeitig eine Zukunftsvorhersage fÃ¼r kÃ¼nftige KriegsfÃ¼hrung gewagt.  Im Mittelpunkt seiner Studie steht der Begriff des &quot;asymmetrischen Krieges&quot;.  Kriege werden von staatlichen Strukturen abgekoppelt, ihre FÃ¼hrer bilden eine autonome militÃ¤rische und finanzielle Struktur aus, die schlieÃŸlich sich selbst tragende kriegerische Aktionen mit primitiven Mitteln gegen staatliche Strukturen generieren.  MÃ¼nkler vergleicht das mit den Kriegen in Europa bis zum WestfÃ¤lischen Frieden und der allmÃ¤hlichen  Herausbildung des Nationalstaats.  Doch ist der Vergleich des fÃ¼r rasches Arbeiten bekannten Berliner Professors nicht all zu schematisch ausgefÃ¼hrt?Geschichte wiederholt sich nicht, sondern variert  bestimmte Muster immer wieder neu.  MÃ¼nkler verdeckt durch seinen Vergleich mit den sich selbst am Leben haltenden Kriegen (z. B.  30-jÃ¤hriger Krieg) die ganz unterschiedlichen Motivationen und Ursachen der gegenwÃ¤rtigen Kriege oder kriegsÃ¤hnlichen Auseinandersetzungen.  Entfernt vergleichbar mit dem 30-JÃ¤hrigen sind die Kriege in Afrika, Lateinamerika und auf dem Balkan, bei dem unterschiedliche Gruppen und (meist an europÃ¤ischen oder US-amerikansichen UniversitÃ¤ten ausgebildete) Eliten politische und/oder wirtschaftliche Interessen der Industrie-Nationen nutzen, um ihren eigenen Machtbereich zu sichern.  Das wiederum wird von den westlichen Industrie-Nationen ausgenutzt, um sich z. B.  den Zugriff auf Rohstoffe zu sichern.  Ã„hnlich, aber eher politisch motiviert haben die USA in Afghanistan den islamischen Widerstand im Kalten Krieg gegen die Sowjetunion gefÃ¶rdert, mit der Folge, einen &quot;asymmetrischen Krieg&quot; erzeugt zu haben: Warlords, die jetzt nur noch ihre PfrÃ¼nde sicher wollen.  Leider lieÃŸen sich gerade in der jÃ¼ngeren Geschichte dieser groÃŸen demokratischen Nation etliche Ã¤hnliche Beispiele finden. Zudem ist asymmetrische KriegsfÃ¼hrung nach dem 17.  Jhd.  nicht verschwunden, sondern nur in die nichteuropÃ¤ischen Territorien verlegt worden.  In Nordamerika, Afrika, Asien fanden seit Einbruch der EuropÃ¤er immer asymmetrische Kriege statt, bis heute.  Damit sind die asymmetrische Kriege von heute nichts Neues, sondern stehen in einer langen und schlimmen Tradition.  Diesen Aspekt Ã¼bersieht MÃ¼nkler vollstÃ¤ndig. Dem gegenÃ¼ber handelt es sich beim so genannten internationalen  Terrorismus um gar keinen Krieg, sondern um ein wie auch immer motiviertes Verbrechen, das mit polizeilichen und rechtsstaatlichen Mitteln zu bekÃ¤mpfen ist.  Terroristen operieren dem enstprechend auch nicht wie eine marodierende Horde von SÃ¶ldnern (welchen Jahrhunderts auch immer), sondern hoch konspirativ.  Also: keine asymmetrischen Krieg. Indem MÃ¼nkler hier zwei (oder mehr) deutlich sich unterscheidende Szenarien und Genres vermischt, trifft er den Punkt nicht.  Statt dessen macht er sich eher unfreiwillig die derzeitige Kriegsrhetorik der US-amerikanischen und britischen Regierung zu eigen.  Bei MÃ¼nkler erscheint Geschichte wie ein handelndes Subjekt.  Damit ist in seiner Sicht der Weg in ein asymmetrisches Kriegschaos alternativlos.  Ihm entgeht dabei jedoch, dass Menschen Geschichte machen und menschliches Handeln niemals alternativlos ist.  Z. B. : Gegen frei sich im Umlauf befindliche Waffen kÃ¶nnen in erster Linie die Produzenten derselben etwas tun.  Es sind vor allem Staaten des Westens, die Waffen produzieren und in Umlauf bringen (Lieblingswaffe vieler afrikanischer Milizen ist das deutsche G7-Gewehr). Allgemeiner ausgedrÃ¼ckt: MÃ¼nkler Ã¼bersieht, dass der vermeintlich humane Westen nicht einfach vor das Problem asymmetrischer Kriege gestellt wurde, sondern dieses Problem fahrlÃ¤ssig oder absichtlich erzeugt hat.  Aus dieser Erkenntnis wÃ¼rde folgen, dass der Westen aber auch die MÃ¶glichkeit hat, politische Alternativen zu entwickeln, die jedoch keinesfalls in der Destruktion des VÃ¶lkerrechts liegen dÃ¼rfen.  Diese Verantwortung zu beschreiben hÃ¤tte Teil der politischen Analyse sein mÃ¼ssen. 
Bewertung: 2 / 5</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Heribert MÃ¼nkler hat in seinem Buch eine Auswertung, dabei gleichzeitig eine Zukunftsvorhersage fÃ¼r kÃ¼nftige KriegsfÃ¼hrung gewagt.  Im Mitte seiner Studie steht der Ausdruck des &#8220;asymmetrischen Krieges&#8221;.  Kriege entwickeln von staatlichen Strukturen abgekoppelt, ihre FÃ¼hrer formen eine autonome militÃ¤rische und finanzielle Struktur aus, die schlieÃŸlich sich selbst tragende kriegerische Aktionen mit primitiven Mitteln circa staatliche Strukturen generieren.  MÃ¼nkler vergleicht das mit den Bekommen in Abendland bis zum WestfÃ¤lischen Frieden und der allmÃ¤hlichen  Herausbildung des Nationalstaats.  Gewiss doch ist der Nebeneinanderstellung des fÃ¼r rasches T&auml;tigkeit leisten bekannten Berliner Professors keineswegs all zu schematisch ausgefÃ¼hrt?Historie wiederholt sich keineswegs, trennen variert  bestimmte Muster allezeit nochmals neu.  MÃ¼nkler verdeckt gar seinen Nebeneinanderstellung mit den sich selbst am Leben haltenden Bekommen (z. B.  30-jÃ¤hriger Krieg) die absolut unterschiedlichen Motivationen und Ursachen der gegenwÃ¤rtigen Kriege anderenfalls kriegsÃ¤hnlichen Auseinandersetzungen.  Entfernt analog mit dem 30-JÃ¤hrigen sind die Kriege in Afrika, Lateinamerika und auf dem Balkan, bei dem unterschiedliche Gruppen und (&uuml;berwiegend an europÃ¤ischen anderenfalls US-amerikansichen UniversitÃ¤ten ausgebildete) Eliten politische und/anderenfalls wirtschaftliche Interessen der Industrie-Nationen nutzen, um ihren eigenen Machtbereich zu sichern.  Das erneut wird von den westlichen Industrie-Nationen ausgenutzt, um sich z. B.  den Zugriff auf Rohstoffe zu sichern.  Ã„hnlich, dabei fr&uuml;her politisch motiviert besitzen die USA in Afghanistan den islamischen Widerstand im Kalten Krieg circa die Sowjetunion gefÃ¶rdert, mit der Sequenz, einigen &#8220;asymmetrischen Krieg&#8221; erzeugt erwerbbar: Warlords, die jetzt nur au&szlig;erdem ihre PfrÃ¼nde sicher wollen.  Leider lieÃŸen sich aktuell in der jÃ¼ngeren Historie dieser groÃŸen demokratischen Reich etliche Ã¤hnliche Beispiele  entdecken. au&szlig;erdem ist asymmetrische KriegsfÃ¼hrung anschlie&szlig;end dem 17.  Jhd.  keineswegs verschwunden, trennen nur in die nichteuropÃ¤ischen Territorien verlegt worden.  In Nordamerika, Afrika, Asien fanden von da an Einbruch der EuropÃ¤er allezeit asymmetrische Kriege statt, bis heutig.  Zu dem Zweck sind die asymmetrische Kriege von heutig nichts Neues, trennen aufgerichtet sein in irgendwer langen und schlimmen Tradition.  Diesen Aspekt Ã¼bersieht MÃ¼nkler vollstÃ¤ndig. Dem circaÃ¼ber handelt es sich beim so genannten internationalen  Terrorismus um gar keinen Krieg, trennen um ein wie auch allezeit motiviertes Straftat, das mit polizeilichen und rechtsstaatlichen Mitteln zu bekÃ¤mpfen ist.  Terroristen operieren dem enstprechend auch keineswegs wie eine marodierende Horde von SÃ¶ldnern (welchen Jahrhunderts auch allezeit), trennen in relativ gro&szlig;er H&ouml;he konspirativ.  Aus dieser Richtung: keine asymmetrischen Krieg. Dadurch dass MÃ¼nkler an diesem Ort alle zwei (anderenfalls h&ouml;her) deutlich sich unterscheidende Szenarien und Genres vermischt, trifft er den Punkt keineswegs.  an Ort von das macht er sich fr&uuml;her unfreiwillig die derzeitige Kriegsrhetorik der US-amerikanischen und britischen Regierung zu eigen.  Bei MÃ¼nkler erscheint Historie wie ein handelndes Subjekt.  Zu dem Zweck ist in seiner Sicht der Weg in ein asymmetrisches Kriegschaos alternativlos.  Ihm entgeht dennoch dabei, dass Menschen In die Annalen eingehen und menschliches Handeln niemals alternativlos ist.  Z. B. : Circa frei sich im Umlauf befindliche Waffen kÃ¶nnen in erster Linie die Produzenten derselben etwas tun.  Es sind vor allem Staaten des Westens, die Waffen anfertigen und in Umlauf bringen (Lieblingswaffe vieler afrikanischer Milizen ist das deutsche G7-Gewehr). Allgemeiner ausgedrÃ¼ckt: MÃ¼nkler Ã¼bersieht, dass der vermeintlich humane Westen keineswegs gewaltig leicht verst&auml;ndlich vor das Schwierigkeit asymmetrischer Kriege geschraubt wurde, trennen dieses Schwierigkeit fahrlÃ¤ssig anderenfalls mutwillig erzeugt hat.  Aus dieser Erkenntnis wÃ¼rde gehorchen, dass der Westen dabei auch die MÃ¶glichkeit hat, politische Alternativen zu zeigen, die dabei keinesfalls in der Destruktion des VÃ¶lkerrechts liegen dÃ¼rfen.  Von dieser Art Verantwortung zu beschreiben hÃ¤tte Einzelheit der politischen Auswertung existieren mÃ¼ssen.<br />
Wertung: 2 / 5</p>
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