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	<title>Kommentare zu: Berlin.  Biographie einer Stadt.</title>
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	<description>Geschichtsbücher &#38; Schulliteratur</description>
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		<title>Von: Osterland</title>
		<link>http://www.geschichtsbuch.org/berlin-biographie-einer-stadt/comment-page-1/#comment-207</link>
		<dc:creator>Osterland</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Apr 2010 23:36:58 +0000</pubDate>
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		<description>Jeder Ort hat eine Geschichte, Städte zumal, aber man spricht im allgemeinen nicht von der „Biografie“ einer Stadt.  Sonst müßte sie ja ein Mensch sein, mit Lebensphasen von der Kindheit bis zum Greisenalter (und auf den Tod zusteuern!), mit individuellen Erinnerungen oder Verdrängungen, die ihr Handeln leiten und ihren Lebensweg bestimmen, sie müßte einen Körper haben und mal gesund, mal krank sein können.  Als ich David Clay Larges Buch gelesen hatte, kam mir mein Einwand gegen den Titel mickrig vor.  Die von Triumphen und Katastrophen durchgeschüttelte Großstadt Berlin wird in dieser vorzüglichen Darstellung eben doch lebendig wie ein Mensch.  Es liegt einmal daran, daß der Autor unglaubliche Kenntnisse hat - er beherrscht vom skurrilsten Detail des Stadtgeschehens bis zur Weltpolitik alles, aber auch alles, was dazugehört, sprich, was den Berliner durch viele Generationen hindurch bewegt, geärgert, geängstigt oder zum Lachen gebracht hat.  Wirklich wertvoll wird das Werk durch seine frischen, guten Analysen der Hintergründe und Vorgänge.  Trotz des hohen Niveaus kein mühsam zu lesendes Werk aus dem Zettelkasten, sondern eine wirkliche Freude für seine Leser.  Dieser Forscher ist ein Erzähler, weil er eine gute Geschichte zu bieten hat und weil er ihr nirgends im Wege steht.  Keine Fußnoten im Text, keine Pedanterie (alles Nötige findet man hinten).  Auch keine übertriebene Beschränkung aufs „Wesentliche“, die uns verdursten läßt, wenn wir über eine Person oder ein Geschichtchen am Rande mal mehr wissen wollen.  Gutes Erzählen, dem wir uns in jeder Hinsicht anvertrauen können, schon weil der Autor hat ein Gefühl dafür, was nicht nur Historiker und Berliner interessieren könnte.  Ich denke, viele werden das Buch nur ungern vor dem Ende aus der Hand legen wollen.  Die Sprache ist unangestrengt und schnörkellos, oft angenehm salopp und witzig.  Ohne mit dem amerikanischen Original verglichen zu haben, vermute ich, daß die Übersetzung sehr zum guten Ergebnis beigetragen hat.  Ferner auch die neugierig machende Illustration mit solchen Bildern, die man nicht schon überall gesehen hat.  Es fällt auf, daß deutsche Historiker nur in seltenen Fällen fähig sind, solche Bücher zu schreiben, Engländer und Amerikaner öfter.  Schwergewichtige, nahezu unverdauliche Darstellungen des neuesten Forschungsstandes muß es gewiß auch geben, aber das Buch von Large leistet zweierlei mindestens so Wichtiges: es gibt der  historischen Neugier, ja der Leidenschaft für Geschichte neue Nahrung, für dieses „Warum wir so sind und nicht anders“ - ich wette, es wird einige junge Leute zu Historikern machen.  Und: es läßt uns Berlin erleben wie einen Menschen, einen etwas schwierigen Freund, dem wir, gerade wenn wir genauer wissen, wo bei ihm alles herkommt, trotz seiner Fehler, Ticks und Blindheiten weiter (und jetzt erst recht) die Daumen drücken werden. 
Bewertung: 5 / 5</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Alle Ort hat eine Historie, Städte zumal, dabei man spricht im allgemeinen keineswegs von der „Biografie“ irgendwer Gro&szlig;stadt.  Sonst müßte sie ja ein Mensch existieren, mit Lebensphasen von der Kindheit bis zum Greisenalter (und auf den Tod zusteuern!), mit individuellen Erinnerungen anderenfalls Verdrängungen, die ihr Handeln leiten und ihren Lebensweg bestimmen, sie müßte einigen Körper besitzen und mal gesund, mal krank existieren können.  Als ich David Clay Larges Buch gelesen hatte, kam mir mein Einwand circa den Rang mickrig vor.  Die von Triumphen und Katastrophen durchgeschüttelte Großstadt Berlin wird in dieser vorzüglichen Beschreibung gleichm&auml;&szlig;ig gewiss doch lebendig wie ein Mensch.  Es liegt einmal daran, daß der Autor unglaubliche Kenntnisse hat &#8211; er beherrscht vom skurrilsten Detail des Stadtgeschehens bis zur Weltpolitik alles, dabei auch alles, was dazugehört, sprich, was den Berliner gar massenhaft Generationen hindurch bewegt, geärgert, geängstigt anderenfalls zum Lachen gebracht hat.  Wirklich wertvoll wird das Werk gar Besitz frischen, guten Analysen der Hintergründe und Vorgänge.  Trotz des hohen Niveaus kein mühsam zu lesendes Werk aus dem Zettelkasten, trennen eine wirkliche Freude für Besitz Leser.  der da Gelehrter ist ein Erzähler, da er eine gute Historie zu bieten hat und da er ihr nirgends im Wege steht.  Keine Fußnoten im Text, keine Pedanterie (alles Nötige findet man hinten).  Auch keine übertriebene Beschränkung aufs „Wesentliche“, die uns verdursten läßt, sobald wir über eine Person anderenfalls ein Geschichtchen am Rande mal h&ouml;her Kenntnis haben wollen.  Gutes Erzählen, dem wir uns in alle Hinsicht anvertrauen können, fr&uuml;her als gedacht da der Autor hat ein Gefühl dafür, was keineswegs nur Historiker und Berliner interessieren könnte.  Ich denke, massenhaft entwickeln das Buch nur ungern vor dem Abschluss aus der Pfote legen wollen.  Die Redeweise ist unangestrengt und schnörkellos, oft angenehm salopp und witzig.  Abz&uuml;glich mit dem amerikanischen Original verglichen erwerbbar, vermute ich, daß die Übersetzung gewaltig zum guten Sequenz beigetragen hat.  Ferner auch die neugierig machende Illustration mit solchen Bildern, die man keineswegs fr&uuml;her als gedacht überall gesehen hat.  Es fällt auf, daß deutsche Historiker nur in seltenen Fällen fähig sind, solche Bücher zu abfassen, Engländer und Amerikaner öfter.  Schwergewichtige, ann&auml;hernd unverdauliche Darstellungen des neuesten Forschungsstandes muß es gewiß auch hergeben, dabei das Buch von Large leistet zweierlei als wenigstes so Wichtiges: es gibt der  historischen Neugier, ja der Leidenschaft für Historie neue Nahrung, für dieses „Warum wir so sind und keineswegs anders“ &#8211; ich wette, es wird eine handvoll junge Leute zu Historikern machen.  Und: es läßt uns Berlin erleben wie einigen Menschen, einigen etwas schwierigen Freund, dem wir, aktuell sobald wir aufw&auml;rts gesagt Kenntnis haben, wo bei ihm alles herkommt, trotz seiner Fehler, Ticks und Blindheiten zus&auml;tzlich (und jetzt fr&uuml;hest recht) die Daumen drücken entwickeln.<br />
Wertung: 5 / 5</p>
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		<title>Von: Anonymous</title>
		<link>http://www.geschichtsbuch.org/berlin-biographie-einer-stadt/comment-page-1/#comment-206</link>
		<dc:creator>Anonymous</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Apr 2010 23:21:05 +0000</pubDate>
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		<description>Wer wie ich von dem Geschichtsunterricht in der Schule mehr gelangweilt denn gefesselt war, hat bei der Lektüre dieses Buches das Gefühl, daß Geschichte sehr spannend, angereichert mit zuweilen subtil ironischen Bemerkungen, präsentiert werden kann. Auch wenn der Fokus auf die Stadt Berlin gerichtet ist, so finden sich doch etliche Passagen, die einen neugierig machen, andere Handlungsstränge weiterzuverfolgen.  Dem Autor sei hier für seine sehr detailliert ausgeführten Anmerkungen gedankt.  Er schafft es, dadurch daß er bekannte Personen pointiert zu Wort kommen läßt und über deren Lebensläufe - natürlich nur ausschnittartig - berichtet, dem Titel &quot;Berlin.  Biographie einer Stadt. &quot; vollauf gerecht zu werden.  Es entsteht eine facettenreiche Darstellung über das Wohl und Wehe dieser unglaublichen Stadt.  Doch zu keinem Zeitpunkt verliert der Leser den &quot;roten Faden&quot; und wird sicher durch das Geschehen geführt. Ich wünschte mir, Schulen nähmen ein solches Buch als verpflichtende Sekundärliteratur für den Geschichtsunterricht in ihr Curriculum auf. 
Bewertung: 5 / 5</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wer wie ich von dem Geschichtsunterricht in der Schule h&ouml;her gelangweilt da gefesselt war, hat bei der Lektüre dieses Buches das Gefühl, daß Historie gewaltig spannend, angereichert mit zuweilen subtil ironischen Bemerkungen, präsentiert entwickeln kann. Auch sobald der Fokus auf die Gro&szlig;stadt Berlin gerichtet ist, so  entdecken sich gewiss doch etliche Passagen, die einigen neugierig machen, keineswegs derselbe Handlungsstränge weiterzuverfolgen.  Dem Autor sei an diesem Ort für Besitz gewaltig detailliert ausgeführten Anmerkungen gedankt.  Er schafft es, aus dieser Richtung daß er Bekanntschaften Personen pointiert zu Begriff kommen läßt und über deren Lebensläufe - natürlich nur ausschnittartig - berichtet, dem Rang &#8220;Berlin.  Biographie irgendwer Gro&szlig;stadt. &#8221; vollauf gerecht zu entwickeln.  Es entsteht eine facettenreiche Beschreibung über das Wohl und Wehe dieser unglaublichen Gro&szlig;stadt.  Gewiss doch zu keinem Zeitpunkt verliert der Leser den &#8220;roten Faden&#8221; und wird sicher gar das Geschehen geführt. Ich wünschte mir, Schulen nähmen ein solches Buch als verpflichtende Sekundärliteratur für den Geschichtsunterricht in ihr Curriculum auf.<br />
Wertung: 5 / 5</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: B. Bauer</title>
		<link>http://www.geschichtsbuch.org/berlin-biographie-einer-stadt/comment-page-1/#comment-205</link>
		<dc:creator>B. Bauer</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Apr 2010 22:06:35 +0000</pubDate>
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		<description>Das Buch von David Large ist wunderbar.  Er schafft es, das Berlin der Vergangenheit einzufangen und in schönen Bildern zu reflektieren.  Selten ist einer Stadt eine so genaue Darstellung und Zusammenfassung zuteil geworden.  Wenn man das Werk des Autors über Hitlers München kennt, so ist man doppelt überrascht.  Ein solch fulminantes Buch hätte man ihm gar nicht zugetraut. 
Bewertung: 5 / 5</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das Buch von David Large ist wunderbar.  Er schafft es, das Berlin der Vergangenheit einzufangen und in schönen Bildern zu reflektieren.  Gelegentlich ist irgendwer Gro&szlig;stadt eine so genaue Beschreibung und Zusammenfassung zuteil geworden.  Sobald man das Werk des Autors über Hitlers München kennt, so ist man doppelt überrascht.  Ein solch fulminantes Buch hätte man ihm gar keineswegs zugetraut.<br />
Wertung: 5 / 5</p>
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